Vortrag beim landesweiten Streuobsttag

Karte mit Wiesen, die die Mosterei bio-zertifiziert und/oder bewirtschaftet

Die Karte sieht gut aus und zeigt die Regionalität unserer Produktionsweise (Kreis = 10 km Radius um die Mosterei). Vor allem aber ist sie ein sehr nützliches Tool um das Bürokratiemoster im Zaum zu halten, das die Bio-Zertifizierung entstehen lässt. Zig Obstwiesen mit zum Teil nur wenigen Bäumen zentral zu zertifizieren, alle Verträge aktuell zu halten (teilweise mehrere pro Wiese wenn sich Eigentürmer, Baum- und Wiesenbewirtschafter unterscheiden), in kürzester Zeit effiziente Kontrolltouren zu organisieren und während der Kontrollfahrt dorthin zu navigieren – uns erscheint das Geoportal Baden-Württemberg dafür überlebenswichtig und Google MyMaps sehr hilfreich.

Um die Kosten für die Bio-Zertifizierung von Streuobst nicht völlig aus dem Ruder laufen zu lassen, haben wir diese Webtools zur Wiesenverwaltung eingeführt. Die Erfahrungen damit und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung teilen wir gerne mit anderen Streuobstinitiativen. Wer den Vortrag beim Streuobsttag verpasst hat, kann sich bei Interesse an uns wenden – hier im Kommentar, über das Kontaktformular oder per Mail an info@streuobstmosterei.de.

Bio-zertifiziert

EU-Bio-Zeichen
Wir haben uns dieses Jahr zur Zertifizierung entschlossen. Das Tolle ist: knapp 2/3 unserer bisherigen Vertragslieferanten haben auf Anhieb mitgezogen! Schade ist, dass wir aufgrund der geringen Ernte dieses Jahr noch kaum Getränke mit dem Bio-Label versehen werden. Um genügend Menge für die jeweiligen Füllungen zu haben, müssen wir alles Obst zusammen nehmen und können es daher noch nicht mit dem Bio-Zeichen versehen. Was ist der Sinn der Zertifizierung, wenn wir doch bisher „nicht bio, sondern besser“ produziert haben (nämlich ungespritzt)? Wir merken, dass immer mehr Kunden sich nach dem Bio-Siegel richten – an sich ein gutes Zeichen, aber für uns wurde es schwierig, unsere besondere Qualität zu vermitteln. Den Kunden, für die der Blick auf das Siegel entscheidet, ist dann zukünftig auch gedient. Und alle anderen können darauf vertrauen, dass wir „nicht nur bio, sondern besser“ weiterproduzieren.